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Regentage

Geschüttet wie aus Kübeln, Hund und Katzen, wie die Engländer sagen, hat es geregnet. Gelbe Regencapes huschten im Dunkel vorüber. Der Bus fuhr durch ein Meer von Pfützen und ich starrt aus den Fenster, versuchte in den verschmierten Scheiben etwas zu sehen. Er hielt an einer roten Ampel und du, Andrea, standest auf dem Bürgersteig, mit triefenden Haaren vor einer beleuchteten Fensterscheibe. Betrachtetest die Bücher hinter dem Glas, eines nach dem anderen. Das Wasser perlte von deinen Schulter, zog sich in Rinnsale den Ärmel hinunter und fiel, als wenn es schwerelos werden würde, immer langsamer in Richtung Boden. Ich hörte auf zu atmen, sah durch die Regentropfen hindurch, die in der Luft schwebten, und meine Sicht auf die versperrten. Dann hörte ich mein Herz sprechen, durch die Scheiben hindurch erfüllte die Stimme, die ganze Straße und sagte: Dreh dich um. Du drehtest dich, nicht um, nur zum Gehen. Und der Bus ruckte an, die Ampel war auf Grün gesprungen, der Regen prasselte an die Scheiben und auf den Gehweg und auf deinen Kopf.
31.1.11 16:32
 


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